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SCHMITTENKREUZ

das Schmittenkreuz VON BOLLENDORF

In der Nähe des heutigen Campingplatzes Altschmiede, der sich auf dem Gelände eines ehemaligen Eisenwerks befindet, steht das Schmittenkreuz. Das Gelände der Altschmiede wurde 1762 von der Abtei Echternach erworben und nach Bau der Eisenhütte Weilerbach in einen Gutshof umgewandelt.

 

Der Name des Schmittenkreuzes stammt von der einstigen Schmiede und einem frag-mentarisch erhaltenen Wegekreuz. Es handelt sich hierbei um Teile eines ehemaligen römischen Grabmals aus dem 2./3. Jahrhundert n. Chr., dessen „Deckel“, ein sogenannter „Halbwalzstein“, nicht mehr erhalten ist. In die Grabkiste aus Sandstein wurde dann in späterer Zeit ein Wegekreuz eingelassen, das mittlerweile abgebrochen ist. In der Nähe des Grabmals soll Berichten zufolge ein Halbwalzstein gefunden worden sein, der allerdings verschollen ist und möglicherweise zu diesem Grab gehörte.

 

Von diesem Halbwalzstein existieren noch Zeichnungen mit einer dokumentierten Inschrift, die darauf hindeutet, dass das Grab für die Verstorbenen Arecaippus von Ricenio und eine Frau, namens Vinia, errichtet wurde. Man vermutet, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Treverer gehandelt hat, der sein Geld mit der Schifffahrt verdiente.